“Mamma Mia” – Schefberger holt ersten Girls Power Karrieretitel

Am heutigen Spieltag des Orange-Court-Bewerbs der Girls Power Tour machten die Mädels dem Namen der Tour alle Ehre. Hut ab vor den herausragenden Leistungen aller Girls! Den Zusehern wurden, wie auch bei den Veranstaltungen für die weiblichen Nachwuchsstars in den vergangenen Wochen, hochspannende Matches auf top Niveau geboten, welche von den Tenniszwergen mit übergroßem Ehrgeiz und vorbildlichem Einsatz unterstrichen wurden. Alles in allem ein Turnier, bei dem alles offen stand, bis am Ende dann doch  nur einem Mädchen der Siegerpokal überreicht werden konnte. Ein Bericht von I.K

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“Wo muss ich stehen?”

Wie immer war es eine regelrechte Freude, mitanzusehen, mit welcher mentalen Leichtigkeit die jungen Tennisgirls ihre Rackets schwangen. Ohne zu wissen, wie eigentlich der genaue Spielstand lautet, oder wo sich wer platzieren sollte, schlugen die Siegerin des letzten Orange-Court-Turniers Pynda Solomia und ihre Konkurrentinnen unbeschwert auf die gelbe Filzkugel drauf, als gebe es kein morgen. In beeindruckender Manier schickten die U11-Girls ihre Gegnerinnen quer über den Platz und überraschten auch mit durchaus druckvollem, sowie taktisch durchdachtem Spiel. Für die Turnierleitung ist es darüber hinaus besonders interessant, die rasche Entwicklung von Turnier zu Turnier jedes einzelnen Mädchen mitzubekommen, welche Hoffnungen, auf die eine oder andere österreichische Nachwuchsleistungsspielerin der Zukunft auf internationalem Boden wecken lässt.

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Wenn Sieg und Niederlage näher beieinander liegen, als einem lieb ist

Bereits beim Einschlagen war klar, dass sich die Zuseher auf attraktives Tennis freuen dürfen, denn Mia Schefberger&Co brillierten ab dem ersten Schlag mit echtem Power Tennis sowie bemerkenswerter Konstanz bzw. Ballsicherheit, die alle Erwartungen von solch kleinen Spielerinnen bei weitem übertrafen. Nach den ersten Matches, welche knapper nicht verlaufen konnten, kristallisierten sich die 8-jährige Mia Schefberger und die gleichaltrige Maya Kadanik als besonders siegeshungrig herauß, welche auch letztendlich die beiden Akteurinnen um Platz 1 im alles entscheidenden finalen Spiel waren. Keineswegs chancenlos waren bis dahin die Tour-Debütantin Laura Jankovic und Mitstreiterin Pynda Solomia. Jankovic sorgte vor allem durch ihre ruhige und sichere Art und Weise, die Bälle zu schlagen bereits nach den ersten Ballwechseln für Aufsehen bei den Eltern der Konkurrenz, konnte jedoch am Ende nur ein Match gegen die erst 7-jährige Pynda Solomia gewinnen, welche erst am Tag zuvor aus Kanada zurück kam, und aufgrund der Reise geistig eigentlich schon mit dem Schlafmännchen spazieren ging. Die letzte Begegnung des Girls Power Tour- Turniers zwischen den bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Girls Mia Schefberger und Maya Kadanik krönte das Orange-Event der Hobbytennistour zu einem Tennisschmankerl, welches spannender nicht verlaufen konnte. Im ersten Satz präsentierte sich Kadanik bärenstark und ließ ihrer Gegnerin lediglich fünf Punkte. Doch völlig unbeeindruckt von der imposanten Leistung der ehrgeizigen Madame auf der anderen Seite des Netzes, kämpfte sich Schefberger zurück ins Match und sicherte sich in einem Match-Tiebreak-Krimi den zweiten Satz mit 10:8. Nun stand der alles entscheidende Durchgang am Programm, bei dem beide Tennisgirls ihr bestes Tennis auspackten und sich keinen Punkt mehr schenkten. Die Emotionen der Mädchen spiegelten den Willen, dieses Turnier gewinnen zu wollen wider. Punkt für Punkt fighteten sich Mia Schefbegrer und Maya Kadanik bis zum Spielstand 9:9. Wie bei allen Matches an diesem Tag vorgegeben, entschied nun der nächste Punkt, wer sich etwas später nicht nur als Siegerin dieses Matches, sondern auch als frisch gebackene Orange-Court-Queen feiern lassen durfte. Dank eines, nicht ganz rein getroffenen Returns seitens Schefbergers musste sich nach einem Marathon-Battle Kadanik geschlagen geben, obwohl dies eine dieser Situationen war, in denen man sich lieber an die Regeln des gepflegten Fußballsports halten würde, bei denen es auch ein sogenanntes Unentschieden mit zwei Siegerinnen gibt.

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